Hervorgehobener Beitrag

Die Faszination der Leuchttürme Norddeutschlands

Leuchtfeuer und Leuchttürme haben auf mich schon von jeher eine große Faszination ausgeübt. Mächtig und herausragend stehen sie in der norddeutschen, rauen Küstenlandschaft und weisen den Schiffen den Weg vorbei an der Küste, den Inseln und Halligen. Besonders schön finde ich den Leuchtturm von Westerhever, den ich im Laufe der Jahre zig-fach skizziert und aquarelliert habe. Wird das nicht langweilig? Ich finde nicht. Denn obwohl das gleiche Motiv, so wird doch jedes Aquarell anders. So auch vor einigen Tagen, als ich mein neues Torchonpapier ausprobierte und feststellen musste, dass die Farben so gaaaaaanz anders fließen wollten als ich es geplant hatte.

Ursprüngliche Skizze (im Postkartenformat), die ich als Vorlage für das Aquarell verwendet habe:

Und großformatige Umsetzung in Aquarell auf Torchonpapier:

Das Rot des Leuchtturms wurde leider gänzlich vom Papier „aufgesogen“, so dass ich mich während des Malens im noch feuchten Zustand des Bildes spontan entschlossen habe, rote Airbrush-Farbe hineintropfen zu lassen. Um dem Bild etwas Tiefe zu geben und den Vordergrund etwas unruhiger werden zu lassen, habe ich noch einen Zaun mit Graphitstiften hineingezaubert. Ich verwende wasservermalbare Graphitstifte der Stärke 8B.

 

 

Offen für Neues? Lanavanguard Hight-Tech-Papier!!

Eigentlich ehr zufällig lief mir das neue Lanavanguard Aquarellpapier über den Weg. Es als Papier zu bezeichnen, trifft es eigentlich nicht ganz, es handelt sich um ein echtes High-Tech-Produkt aus Kunststoff. Was beim ersten Gedanken dem eingefleischten Aquarellisten Unwohlsein verursacht („…ich male doch nicht auf Plastik…“), weicht schon nach wenigen Pinselstrichen purer Begeisterung und Überraschung über völlig neue kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Das Papier wellt sich nicht, bleibt selbst bei großen Pfützen völlig plan auf dem Untergrund liegen. Die Verlaufeigenschaften sind faszinierend, man kann ohne Ende wischen, spachteln, neu Auftragen usw., selbst im getrockneten Zustand lässt sich die Farbe noch wegkratzen. Ich bin sonst kein Fan von Blumenaquarellen, aber beim Herumklecksen auf dem Papier entstand spontan (und quasi von alleine) diese wunderschöne Phantasieblume:

Ein weiterer Versuch mit Airbrush-Acrylfarbe ließ mich ebenfalls staunen. Auch hier ergeben sich völlig neue Möglichkeiten und Effekte – völlig ungeplant…das nachfolgende Bild habe ich völlig ohne Einsatz eines Pinsels gemalt, habe die Airbrushfarbe direkt und unverdünnt auf das Papier getropft, teilweise ineinanderlaufen lassen, an einigen Stellen mit dem Spachtel „dirigiert“ und etwas in eine Richtung gezogen. Dann nach dem Antrocknen gewischt und gekratzt, nochmals Farbe eingetropft usw., man kann auch hier unendlich oft das Bild verändern. Sehr schöne Effekte entstehen durch punktuelles Einsprühen von Wasser in die Airbrush-Farbe. Erst im Laufe dieses kreativen Prozesses entstanden – völlig ungeplant – die menschlichen Figuren, die plötzlich „auftauchten“ aus dem Farbverlauf. Durch einige bewusst gesetzte Kratzer und Farbtupfer mit dem Spachtel akzentuiert – fertig…:

Bisher hatte ich zum Testen nur ein paar recht kleine Blätter, werde mir aber bestimmt auch ein paar großformatigere Bögen zulegen.

 

Neues aus der Aquarellwerkstatt

Liebe Freunde, sehr lange habe ich nichts mehr von mir gepostet, einige von Euch kenne die Gründe. Zeit für ein paar aktualisierte kreative Eindrücke und ein Update.

In den letzten Monaten habe ich mich – inspiriert durch die Begegnung mit dem genialen Künstler Prof. Piotr Sonnewend – viel mit den Ausdrucksmöglichkeiten monochromer Graphitzeichnungen beschäftigt.

Die monochrome Zeichentechnik schärft die Wahrnehmung in Bezug auf die Mehrdimensionalität und die unterschiedliche Struktur der Oberflächen des Objektes. Dennoch wäre mir diese Technik auf Dauer zu düster…

cof

Inzwischen habe ich daher zurückgefunden zu der farbigen Leichtigkeit der Aquarelle – ein gebrauchter Aquarellkasten eines älteren Künstlers, der mir zur Nutzung überlassen wurde, und ein paar Tage Urlaub an der Nordsee haben neue Eindrücke in mir entstehen lassen, die unbededingt auf das Papier fließen wollten…

 

cof

 

 

 

„FEUER“ in der Hamburger Fabrik der Künste

Liebe Freunde und Kunstinteressierte, am Freitag, d. 26. September ist es soweit: Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern von „art goes public“ lade ich herzlich ein zur Vernissage des Kunstprojektes „FEUER“ in der Hamburger Fabrik der Künste.

Die Einladung kann hier heruntergeladen werden: Einladung_Feuer_Druckansicht

FEUER Fabrik der Kuenste AGP 2014

Mehr Infos und der Katalog auf der Homepage meiner Künstler-Community „art goes public“

 

Kunstprojekt „FEUER“

Liebe Freunde der Kunst, ein neues Jahr, ein neues Thema: Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern von „art goes public“ arbeite ich an der Vorbereitung unseres nächsten Kunstprojektes…“FEUER“, ein Thema, dass bereits mein großes Vorbild William Turner überaus fasziniert hat.

Feuer – das Element der flammenden Leidenschaft, die mit Hitze Leiden schafft, aber auch das Element, das wohltuende Wärme spendet. Feuer zerstört und breitet sich aus, wenn es auf Ausgetrocknetes trifft, und Feuer findet seinen Gegenspieler im Element des Wassers, welches als einziges in der Lage ist, es zu besiegen.

Ich freue mich daher auf die Vorbereitung dieses spannenden Kunstprojektes, welches wir als zweite Folge eines Zyklus im Anschluss an die Ausstellung „WASSER“ wieder in der Fabrik der Künste in Hamburg präsentieren werden.

Kunstprojekt „WASSER“

Liebe Freunde und Kunstinteressierte,

am 6. September um 19.00 Uhr ist es soweit: Die Künstlercommunity „art goes public“ eröffnet in den schönen Räumen der Fabrik der Künste in Hamburg das neueste Kunstprojekt „WASSER“. Auch ich werde mit einem Kunstwerk vertreten sein.

Wasser, eines der vier Elemente, lebenswichtig, begehrt, benötigt, geliebt und umkämpft, Gegenstand politischer Diskussionen um Privatisierung, Basis der meisten Zellen unseres menschlichen Körpers, Grundstoff des Aquarellierens, kühl, erfrischend, aber auch grausam, gewaltig und zerstörend, verschwendet, unkontrollierbar, wenn es den Kräften der Natur gefällt und WASSER seine unbändige Kraft entfaltet und außer Kontrolle gerät. Lassen Sie sich überraschen von einer künstlerischen Interpretation der vielen Facetten eines der ältesten Elemente dieser Welt!

Den Katalog können Sie auf der Homepage von art goes public unter diesem link einsehen – es wird spannend!

Die Einladung zur Vernissage können Sie hier downloaden.

Zum Ausstellungskatalog geht’s hier entlang…

tsunami 2

…mit allen Sinnen: WASSER hören…

Du oder Sie? Die Gretchenfrage am Anfang…

meckpomm.1 Da sitze ich nun und bastele an meinem neuen Kunstblog. Und beneide insgeheim den englischsprechenden Teil der Menschheit im Web 2.0, der mit der Anrede „hello, you“ nix falsch machen kann…ganz anders wir Deutschen. Da wird ganz genau auf die Förmlichkeiten geachtet. Also, wie mache ich es richtig? Meine Kunstfreunde alle duzen? Oder doch lieber das verstaubte, förmliche „Sie“ in der Ansprache meiner kleinen Blog-Beiträge wählen?

Ich entscheide mich für den Vorrang von Einheitlichkeit und globale Lässigkeit. Und da im Web 2.0 ganz überwiegend das „Du“ – in Anlehnung an die Internetsprache Englisch – üblich ist, damit auch für ein Du in der Anrede meines Blogs. Schließlich soll das Ganze hier nicht in Arbeit ausarten, sondern der Entspannung der Betrachter und dem Genuß der schönen Künste dienen. Wem dies zu plump und zu dicht ist, der möge gerne zum Sie übergehen oder sich hier an der Diskussion beteiligen zu der Frage:

Was ist richtig in der Anredeform eines Internet-Blogs – „Du“ oder „Sie“?

You’re welcome!